Sal-Weide (Salix caprea)
Die Sal-Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Sie ist eine Pionierpflanze und wächst auf Brachflächen, Schutthalden, an Waldrändern und Bachläufen. Die Bäume mögen feuchten und nährstoffreichen Boden. Der Baum kann bis zu 20 m hoch werden. Es gibt männliche und weibliche Bäume. Die Kätzchen blühen Anfang März und wurden früher auch als „Palmkätzchen“ bezeichnet, da sie an Palmsonntag zusammengebunden in Vasen gestellt wurden. Auch gibt es den Brauch an Ostern, bemalte Ostereier an einen Strauß aus Zweigen zu hängen. Die ovalen Blätter treiben nach den Blüten aus. Die Oberseite der Laubblätter ist dunkelgrün gefärbt und sieht ledrig aus. Die hellere Blattunterseite hat einen weißen Haarfilz ausgebildet. Die weiblichen und männlichen Blüten treiben als Kätzchen auf. Bei den männlichen Blüten sind zwei gelbe Staubblätter vorhanden. Die weiblichen Kätzchen haben grüne Blüten ausgebildet. Der Fruchtknoten endet in einem kurzen Griffel, der zwei Narben hat. Die weiblichen Blütenstände wachsen auseinander, sodass sie eine Länge von mehr als 5 cm erreichen können. Es werden zweispaltige Kapselfrüchte gebildet, die aufspringen und mehrere Samen entlassen. Dabei bilden Haarkränze der Samen weiße, Watte ähnliche Gebilde. Meist fallen die Früchte mit dem ganzen Kätzchen ab. Die schwarzen Samen sind zylinderartig gebaut.
Anmerkung: Die Früchte und Fruchtkapseln der Silber-Weide sind hier dargestellt.

