Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica)

Die Rotfrüchtige Zaunrübe gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Curcurbitaceae) und zur Gattung der Zaunrüben (Bryonia). Die rankende Kletterpflanze ist zweihäusig, d.h. es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Die Stängel können mehrere Meter lang werden. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Beeren, sind giftig. Der Name rührt von der rübenartig verdickten Wurzel.

Wir treffen auf die Pflanzen an Wegrändern und Zäunen. Sie wachsen auf Büschen, Hecken und Bäumen. Um die Geschlechter der Pflanzen zu bestimmen, muss man genau hinschauen, die gestielten Blüten sehen ähnlich aus. Es sind fünf grüne Kelchblätter vorhanden. Diese sind kleiner als die Kronblätter. Sie sind miteinander verwachsen und enden in fünf Zipfeln. Die weiß-grünen, weiß behaarten Kronblätter sind eiförmig gebaut. Die Blattadern sind dunkelgrün gefärbt. Es sind fünf Staubblätter mit nur einer Pollenkammer (Theka) vorhanden. Sie geben den gelben Pollen ab. Die weiblichen Blüten haben einen unterständigen Fruchtknoten. Der Griffel endet in drei Narben, die wiederum zweilappig sind. Am Blütenkelch sind Nektarien vorhanden. Diese locken Bienen an. Die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea) ist auf diese Pflanze spezialisiert: Sie ernährt sich nur von ihrem Nektar und Pollen. Die Beerenfrüchte sind zunächst grün, dann orangefarben und bei Reife rot gefärbt. Sie enthalten bis zu acht Samen. Diese sind eiförmig und flach gebaut und schwarz mit hellen Flecken gefärbt.

Hier werden digitalmikroskopisch die Ranken als kleiner Schwerpunkt dargestellt.

Fotogalerie