Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)

Der Blutrote Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Er wächst an sonnigen, trockenen Standorten. Man findet ihn z. B. am Waldrand, an Hängen und zwischen Gebüschen. Das Storchschnabelgewächs (die Frucht sieht wie der Kopf eines Storches aus) wird auch in Parks oder Hausgärten als Bodendecker angepflanzt. Der Name „Blutrot“ rührt vor allem von dem leuchtend rot gefärbten Herbstlaub. Auch die Blüten können rot sein, sind aber auch meistens rot-violett gefärbt. Die Pflanze wird etwa 30 cm groß. Ein dichtes Wurzelsystem (Rhizom) liegt vor, sodass Pflanzenpolster entstehen. Die Laubblätter stehen gegenständig am Stängel, der lange abstehende Haare besitzt. Die Laubblätter sind in mehrere Abschnitte geteilt, die wiederum mehrere Zipfel besitzen. Teilblütenstände tragen eine, seltener zwei Blüten. Es sind fünf grüne Kelchblätter mit mehreren Längsadern und ausgeprägter Spitze vorhanden. Die fünf Kronblätter sind rot-violett gefärbt. In zwei Kreisen sitzen zehn Staubblätter. Der oberständige Fruchtknoten bildet mit seinen fünf verwachsenen Fruchtblättern einen bis 4 cm langen, behaarten Fruchthalter (Karpophor), auch Schnabel genannt, aus. Dieser besteht aus den fünf miteinander verwachsenen Griffeln, deren Außenschicht, jeweils ein Außenband, sich bei Reife und Austrocknung von der Basis bis zur Spitze explosionsartig löst und die verbundenen Teilfrüchte – ähnlich einer Ballschleuder – wegschleudert (siehe auch Schlitzblättriger Storchschnabel). Die braunen Teilfrüchte sind oval gebaut und an der Oberfläche kurz behaart.

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