Blattlaus
Die Blattläuse (Aphidoidae) bilden die Überfamilie. Sie gehören zur Unterordnung der Pflanzenläuse (Sternorrhyncha). Wir kennen die oft lästigen Pflanzensauger aus unserem Hausgarten. Oft treten sie in Kolonien auf und können manche Pflanzen extrem schädigen. Sie werden bis 8 mm groß und haben einen Stechrüssel ausgebildet. Die hier vorgestellten Röhrenblattläuse haben lange Antennen und sehr kleine Facettenaugen ausgebildet. Sie scheiden einen zuckerhaltigen Saft, den Honigtau, aus, den andere Blattlausarten und Ameisen als Nahrungsquelle gerne abnehmen. Manchmal ist auf den befallenen Pflanzen ein klebriger Belag zu sehen und zu fühlen. Zur Abwehr dienen paarig angeordnete, röhrenförmige Gebilde auf der Oberseite des Hinterleibs (Siphone). Sie scheiden Drüsensekrete aus und sollen Fressfeinde abwehren. Es gibt Arten mit kurzen und langen Röhren. Es gibt auch geflügelte Exemplare, die einen Orts- und Wirtswechsel möglich machen und so zur Verbreitung der Art beitragen. Eine schlagartige ungeschlechtliche Vermehrung erfolgt durch Jungfernzeugung (Parthenogenese). Ein Foto zeigt diesen Vorgang.
An dieser Stelle werden unterschiedliche Arten der Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae) wie z. B. die schwarze Bohnenlaus gemeinsam berücksichtigt, um die morphologischen Merkmale von Blattläusen dazustellen.

