Erdläufer (Stigmatogaster subterranea, Haplophilus s.)

Die Erdläufer bildet eine eigene Ordnung in der Klasse der Hundertfüßer (Chilopoda). Dieser etwa sieben cm lange Erdläufer ist in Deutschland heimisch. Er ist gelblich bis weiß gefärbt und hat etwa 80 Beinpaare, wobei jedes Segment ein Beinpaar ausgebildet hat (vgl. Tausendfüßer wie der Schwarze Schnurfüßer besitzen pro Segment 2 Beinpaare).

Wir finden den Erdläufer beim Umgraben im Garten. Er lebt versteckt in der Erde und macht Jagd auf kleine Würmer und Springschwänze. Mit seinem schmalen, platten Körper windet er sich durch Erdspalten. Durch Kontraktion der vorderen Körpersegmente kann er Hohlräume vergrößern und den Körper nach vorne schieben. Deshalb beginnt der Magen erst in der Körpermitte. Zum Magen verläuft durch die ersten Segmente nur die Speiseröhre. Ein gefüllter Magen wäre hinderlich. Der gefüllte Magen lässt die Segmente im mikroskopischen Bild an dieser Stelle dunkler erscheinen. Der Kopf ist dunkler gefärbt. Die Kieferklauen (Cheliceren) haben Giftklauen ausgebildet und sind kräftig gebaut. Mit den Kieferklauen zerkleinert der Erdläufer die Nahrung. Augen fehlen.

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