Samenkäfer (Bruchidae)

Samenkäfer bilden eine Unterfamilie in der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Einige Arten haben sich auf spezielle Hülsenfrüchtler spezialisiert. So frisst der Gemeine Erbsenkäfer nur die Samen der Erbse. Der Speisebohnenkäfer geht an Bohnen, Erbsen, Linsen oder Saubohnen. In der Landwirtschaft können die kleinen Käfer bei starker Population zu größeren Schäden führen.
Der hier zufällig entdeckte Samenkäfer wurde beim Mikroskopieren der Schoten des Goldregens gefunden. Es könnte sich dabei um den Ginster-Samenkäfer (Bruchidius villosus) handeln (siehe Bestimmungstabelle Kerbtier.de). Der Ginster-Samenkäfer wird zuweilen zur Eindämmung einer nicht gewünschten Ausbreitung von Ginsterbüschen auf Weiden eingesetzt.

Die Käfer haben einen ovalen Körperbau und sind nur wenige mm groß, etwa so groß wie die Samen selbst. Die Weibchen legen die Eier an den Samen oder an die Schoten, die Larven bohren sich nach dem Schlüpfen in den Samen und ernähren sich dort. Die Deckflügel des Samenkäfers sind beharrt und reichen nicht bis ans Ende des Hinterleibs. Die ersten Glieder der Antennen sind rötlich gefärbt. Die kleinen Käfer sind flugfähig, um an die richtigen Hülsenfrüchtler zu gelangen.

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