Weberknecht, Apenninenkanker (Opilio canestrinii)

Eine Spinne, fast aus einer anderen Welt! Der Apenninenkanker gehört zu den Spinnentieren, zur Ordnung der Weberknechte (Opiliones) und zur Familie der Schneider (Phalangiidae). Bei den Weberknechten ist der Vorder- und Hinterkörper miteinander verwachsen. Sie haben keine Spinnwarzen ausgebildet. Im Gegensatz zu den meisten Spinnen, die acht Augen haben, besitzen die Weberknechte nur zwei Augen (Linsenaugen). Die beiden Augen stehen auf einem Hügel (Augenhügel) mit guter Rundumsicht, der von Dornen umgeben ist. Die hier abgebildete Art wanderte aus den Apenninen (Italien) nach ganz Europa ein und ist zu einer der häufigsten Weberknechtarten geworden. Man findet ihn z. B. an Hauswänden. Die nachts aktive Spinnenart ruht hier über Tag. Eigene Beobachtung: An einer Hauswand war ein Loch vorhanden. Dort hinein stellte der Kanker zum Schutz seinen Körper, außen herum die acht schwarzen Beine. Auffallend sind diese bis zu 5 cm langen, schwarz gefärbten Beine. Der gelb-bräunlich gefärbte Körper scheint zwischen den Beinen zu schweben. Der gedrungene, rechteckige Körper hängt quasi zwischen ihnen in der Luft. Der Fuß hat zahlreiche Glieder ausgebildet. Er ist sehr beweglich. Im Gestrüpp kann sich die Spinne dadurch sehr gut festhalten, Halme umschlingen oder zum Halt den Fuß über eine längere Strecke aufsetzen. Hier wird das Weibchen dargestellt.

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