Ginkgo (Ginkgo biloba)
Der Gingko ist ein „lebendes Fossil“ (Versteinerungen von Blättern vor 250 Mio. Jahren) und stammt aus China. Er ist heute eine weltweit verbreitete Baumart. In Parks, Hausgärten und insbesondere in Innenstädten wird die robuste Baumart gepflanzt und hilft für ein besseres Stadtklima. Der Ginkgo kann bis zu 40 m groß werden. Es gibt Bäume, die bis zu 1000 Jahre alt sind. Golden glänzt das Herbstlaub in der Sonne. Die fächerförmigen Blätter mit ihrer besonderen Form sind Vorlage für Schmuckstücke.
Die Bäume sind zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Bäume. Es erfolgt eine Bestäubung durch den Wind. Die männlichen Blütenstände hängen in etwa 3 cm großen Kätzchen am Baum. Sie blühen im März/April vor dem Austrieb der Laubblätter. Die einzelnen Staubblätter sind um die Achse des Austriebs schraubig angeordnet. An einem Stiel sitzen zwei Pollensäcke.
Der mirabellengroße Samen besteht aus einer fleischigen, weichen Hülle (Samenschale), einer verholzten Zwischenschicht und einem inneren Kern. Die Samen färben sich zur Reife gelb. Der Saft der fleischigen Hülle tropft heraus. Er verbreitet einen unangenehmen Geruch, der durch Buttersäure entsteht. Entfernt man die holzige Zwischenschicht, folgen eine dünnere Innenschicht und dann ein grün gefärbter Kern.

